LE-EL34 Amp 1

Here are the Circuit diagrams for single ended amplifierer with: 300B, EML300B-Mesh, EML300B-XLS, EML1605, KT120

LE-EL34 Amp 1

Postby mr.onwire » Mon Feb 12, 2018 7:35 pm

Hallo,
ist es möglich den Endstufenteil zu halbieren, also mit einer El34 zu fahren? Dazu müsste natürlich der AÜ angepasst werden auf Ra ~3K mit LL1623 oder ~3,3K mit LL1620, + Anpassung der Anodenspannung auf 280V oder so.
Muss die Treibersektion auch in der "Leistung" reduziert werden? Spannungsreduktion entsprechend der Reduktion für die Endröhren wäre praktisch.
Ausserdem könnte man dann die Drossel anders wählen ?!?!

Viele Grüße, mr. onwire
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Re: LE-EL34 Amp 1

Postby J. Leven » Tue Feb 13, 2018 10:56 am

Hallo,
die EL34 laufen hier mit ca. 5.5 k Last und Ultralinear,
natürlich sind auch andere Arbeitspunkte und Betriebspunkte möglich , aber über 26 Watt Anoden Gitterverlustleistung würde ich bei der EL 34 nicht gehen
Treiber muss nicht reduziert werden
Das wäre dann ein ganz anderer Verstärker ...

was versprichst du dir davon ?

Grüße, J.L.
J. Leven
 
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Re: LE-EL34 Amp 1

Postby mr.onwire » Tue Feb 13, 2018 3:31 pm

Hallo J.L.,

ich habe verschiedentlich gelesen, daß ein Röhrenamp etwas "arbeiten" soll, daß eine Röhre (oder mehrere) ohne echte Leistungsabgabe nicht so gut klingen (sollen). Bei meinen Breitbändern (mit 94 und 97dB) brauche ich allenfalls 1/10 Watt. Ein 19Watt Verstärker spielt da wohl im "Leerlauf".
Ausserdem wird es billiger: 2 Röhren weg, matchen nicht notwendig, weniger Stromverbrauch.
Ich würde den Arbeitspunkt auch bei einer einzelnen Endröhre eher schonend ansetzen, selbst die 7 Watt aus einer einzelnen EL34 sind mehr als ausreichend. Und für das "neue" Netzteil mit der Lundahl-Drossel könnte wegen weniger DC-Current eine noch wirksamere Drossel verwendet werden, dito bei reduzierter Anodenspannung.
Null Brumm ist mir viel wichtiger als Leistung, Störgeräusche aus der Kette sind der einzige Nachteil von solchen Treibern. Minimales Rauschen finde ich nicht so schlimm, das kostet halt Auflösung. Aber Brumm nervt.
Deshalb baue ich gerade die ganze Anlage auf Doppel-Mono um, und versuche mich auch an Übertragern an den Geräteeingängen.

Viele Grüße, mr. onwire
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Re: LE-EL34 Amp 1

Postby J. Leven » Tue Feb 13, 2018 7:07 pm

Hallo,
das ist richtig, aber auch der Innenwiederstand des amp hat einen erheblichen Einfluss auf den Frequenzverlauf ,aufgrund des welligen Impedanzverlauf des Breitbänder im Horn,
Stichwort: Dämfungsfaktor
ich würde die EL34 dann im Triodenmodus laufen lassen oder KT120, KT150 , mit hohen Ruhestrom und Arbeitspunkt am Anfang des Kennlienienfeldes betreiben

Grüße, J.L.
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Re: LE-EL34 Amp 1

Postby mr.onwire » Wed Feb 14, 2018 11:36 am

Hallo J.L.,

die Breitbänder sind nicht im Horn, ich höre mit open baffles. Der Impedanzverlauf ist bis auf den Anstieg an der Resonanz völlig unkritisch, zumal ich nur die 16 Ohm Varianten der Treiber benütze. Hinzu kommt daß meine Planung ein aktives System vorsieht, indem der Breitbänder dann erst deutlich oberhalb seiner Resonanz betrieben werden soll. Den impedanztechnisch schwierigeren Part am Basstreiber übernimmt dann ein solid state amp, "pfui", ich weiss. Aber ein F5 von First Watt spielt basstechnisch (und auch sonst) so gut (präzise, konturiert, druckvoll), daß es da für andere Amps schwierig wird, egal welcher Bauart oder Preisklasse.
Von einem Röhrenamp am Breitbänder erwarte ich mir einfach mehr Farbe und Hörspaß.
Dämpfungsfaktor: nach meiner Erfahrung ist die Kombination aus extrem starkem Antrieb und sehr geringer Mms am Treiber für eine gute Kontrolle eher entscheidend. Aber ich werde sehen wie sich der Röhrenamp im Vergleich zu den Transistoramps schlägt.

Viele Grüße, mr. onwire
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Re: LE-EL34 Amp 1

Postby J. Leven » Thu Feb 15, 2018 7:43 am

Moin,
der Begriff Dämfungsfaktor beschreibt nicht das Mass der Dämfung, sondern den Innenwiederstand des amp .
Die Dämfung des Ausschwingverhaltens und die Beinflussung des Frequenzganges durch welligen Impedanzgang sind 2 unterschiedliche Dinge.
Lautsprecher:
Hoher BL Faktor im Verhältniss zur Mms bewirkt meist eine niedrige Einbaugüte, alles berechenbar mit Simulationsprogrammen und den TSP Parameter
vereinfacht ausgedrückt :Basschassis mit grossen QT führt (in einem kleinen Gehäuse in Verbindung mit einer relativ hochhomigen Freqenzweicheninduktivität ) zu Schwabellbass,
da hilft auch kein gosser DF zur Kontrolle
Solid stat amp :
Ich habe dies mit DSP Modulen gebaut, funktioniert hervorragend, weil hier aktiv alles einstellbar ist,
das Schwieriegste bei der Kombi mit Aktiv Bass : der saubere Übergang, Phase, Pegelangleichung, selbt mit DSP ist dafür ist eine akoustische Messung notwendig

Zum LE-EL34 Amp 1
den habe ich nie entwickelt um Hochwirkungsgrad Lautsprecher zu betreiben
Eine Höhere Induktivität im Choke ist keine Garantie auf Vermienderung von Störgeräuschen, die kommen meist durch die Heizung oder gehen glatt durch den choke,
zur Optimierung sollte dann das ganze Netzteil ,Trafo usw anders aufgebaut sein ,
zu dem würde ich einen einstellbare GK von 0-4 dB einbauen

Grüße, Jörg
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Re: LE-EL34 Amp 1

Postby schrauber » Tue Jun 12, 2018 4:18 pm

Hallo,
eine Frage zur Schaltung des LE-EL34 Amp. Warum hast du eine so hohe Anodenspannung verwendet.
Wäre es nicht günstiger gewesen eine Ua von ca. 250 - 280V mit einem Ruhestrom von 95 - 85mA zu wählen?
Ich habe deine Schaltung mal nachgebaut allerdings hatte ich nur einen Netztrafo der mir nach Gleichrichtung
eine Spannung von 416V bringt. Ua ist dann bei mir ca. 400V u. der Ruhestrom 58mA je Röhre. Dabei habe
ich das Problem, daß das Ausgangssignal (Sinus 1kHz) ab einer Aussteuerung von 75% an der unteren Halbwellenspitze
(an der Anode ist es dann die obere Halbwellenspitze) deformiert wird. Das passiert noch vor dem eigentlichen Clipping.
Das Signal am Gitter der EL34's ist absolut in Ordnung. Gemessen mit 4 Ohm-Last und ohne Gegenkopplung.

Im Voraus, Danke
Helmut
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Re: LE-EL34 Amp 1

Postby J. Leven » Tue Jun 19, 2018 4:00 pm

Hallo Helmut,
hohe Anodenspannung, der Begriff ist relativ ...
wenn das Ausgangssignal so wie beschreiben einseitig deformiert , ist das ein Hinweis dass deine Lastgerade
nicht optimal liegt oder anders ausgedrückt, die Röhre läuft wahrscheinlich mit zu geringer Last,
in meinem amp sieht jede EL34 im angegebenen Arbeitspunkt und ultralinearmodus annähernd 6 k ,
die GK ist eigentlich nur dazu da, um den Dämfungsfaktor zu erhöhen bzw den Innenwiderstand des amp zu senken
und den Klirrverlauf zu beinflussen

J.L
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Re: LE-EL34 Amp 1

Postby schrauber » Tue Jun 19, 2018 9:14 pm

Hallo Jörg,
wie kommst du auf die annähernd 6k? In deinem Plan ist Ua mit 433V u. Uk mit 31 V angegeben.
31V Uk an 560 Ohm ergibt einen Ruhestrom von 55,4mA. 433V/55,4mA wären dann 7,8k.
Das wären in meinem Fall (400V/58mA) ca. 6,9k.
Noch eine Frage -ich vermute R16 u. C7 vom Anodenanschluß zum UL-Anschluß dienen zur
Unterdrückung von Schwingneigungen. Diese habe ich nicht verbaut.

Grüße Helmut
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Re: LE-EL34 Amp 1

Postby J. Leven » Wed Jun 20, 2018 7:22 am

Hallo Helmut,
die 6 k sind die Last, die die EL34 sieht, bei connection c mit 8 Ohm, alles bezogen auf den LL1623,
bei 4 Ohm sind es dann 3k, hast du Lautsprecher mit der Nennimpedanz 4 Ohm benutze die für 4 Ohm angegebene Verschaltung im Datenblatt.
Da einen Box keine lineare Impedanz hat, z.B. 8 Ohm Box geht meistens auf 6 Ohm herunter, belieben von den 6k nur noch 4,5 K .

(400V/58mA) ca. 6,9k, was du meinst ist der Gleichstromwiderstand, wichtig ist aber der Wechselstromwiderstand der Röhre.

R16 u. C7 dienen dazu, bei höheren Frequenzen mehr in den Triodenmodus zu gehen , wenn ich mich recht erinnere hat das auf die Schwingneigung keine Auswirkung gehabt,
aber auf den Klirrverlauf in Abhängigkeit von der Frequenz , oder anders ausgedrückt, auf den Klang im Hochtonbereich .

Grüße, Jörg
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